Queere und trans Organisationen fordern: Genozidales Israel raus aus dem Eurovision Song Contest – JETZT!
Der Eurovision Song Contest hat seit jeher die Leidenschaft und Unterstützung der LGBTQIA+-Community auf sich gezogen, und Israel nutzt den Wettbewerb als einzigartige Gelegenheit, seine Kriegsverbrechen, koloniale Gewalt und ethnische Säuberung durch „Pinkwashing” zu verschleiern. „Pinkwashing” bezeichnet Israels zynische Instrumentalisierung von LGBTQ+-Rechten, um ein progressives Image zu projizieren, während es gleichzeitig Völkermord begeht.
Die Europäische Rundfunkunion (englisch European Broadcasting Union, EBU) hat Russland nach dessen illegalem Einmarsch in der Ukraine fast umgehend vom Eurovision Song Contest ausgeschlossen, kämpft jedoch weiterhin darum, das zionistische, genozidale Israel im Wettbewerb zu halten.
Die selektive moralische Empörung der EBU ist kein Zufall, sondern rassistisch. Ukrainisches Leid wird als lesbar und dringend wahrgenommen, weil es mit Europas weiß-suprematistischem Selbstbild übereinstimmt, während palästinensisches Leid unsichtbar gemacht, geleugnet und entpolitisiert wird. Dies ist die koloniale Grammatik der Empathie: Manche Körper werden als menschlich anerkannt, andere als entbehrlich abgestempelt.
Zwei Jahre israelischer Genozid in Gaza haben eine bewusst herbeigeführte Hungersnot, Massenvertreibung, kulturelle Zerstörung und die gezielte Tötung von Zivilist:innen hervorgebracht. Israel die Teilnahme an Eurovision zu ermöglichen während Gaza verhungert, bedeutet, eine genozidale Ordnung zu stützen.
Der neu veröffentlichte UN-Bericht „Gaza Genocide: a collective crime” nennt Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest als prominentes Beispiel dafür, wie „Israel vor Rechenschaft geschützt wurde”. Indem die EBU auf Israels Teilnahme besteht, macht sie sich nicht nur der Weiß- und des Pinkwashings von Israels Völkermord an den Palästinenser*innen schuldig, sondern ermöglicht diesen auch.
Israels anhaltende Teilnahme an Eurovision zeigt, wie Europa siedlerkoloniale Gewalt duldet und mitträgt, solange der Täter mit seinen geopolitischen Interessen übereinstimmt. Die Entscheidung der EBU, Israel bei Eurovision teilnehmen zu lassen, verstärkt die langjährige Allianz zwischen europäischen Institutionen und der Maschinerie der Enteignung Palästinas.
Die palästinensisch geführte Bewegung für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) fordert Rundfunkanstalten auf, sich vom Eurovision Song Contest zurückzuziehen, wenn das genozidale Israel nicht ausgeschlossen wird. Der israelische Sender KAN hat wiederholt den Völkermord live im Fernsehen gerechtfertigt und dazu angestiftet.
Wie die Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI) erklärte: „Vor dem aktuellen sogenannten Waffenstillstand in Gaza (den Israel wiederholt gebrochen hat) signalisierten die niederländischen, spanischen, irischen, isländischen und slowenischen nationalen Rundfunkanstalten, dass sie sich von Eurovision zurückziehen würden, wenn Israel nicht ausgeschlossen wird.”
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung haben fünf Rundfunkanstalten den Schritt eines Boykotts unternommen, und ein früherer Gewinner hat seine Trophäe zurückgegeben, während die von Israel in den letzten zwei Jahren geschaffenen völkermörderischen Bedingungen weiterhin palästinensisches Leben und Lebensgrundlagen zerstören. Nun ist Druck auf alle teilnehmenden Rundfunkanstalten nötig: sich sofort und öffentlich zu verpflichten, sich vom Eurovision Song Contest zurückzuziehen, wenn das genozidale Israel nicht ausgeschlossen wird.
Jene europäischen Rundfunkanstalten, die sich weigern, sich zurückzuziehen, schützen Israel vor Rechenschaft und machen sich dadurch mitschuldig an seinem Genozid an 2,3 Millionen Palästinenser:innen in Gaza. Rechtlich und ethisch ist das Mindeste, was diese Rundfunkanstalten tun können, der sofortige Rückzug aus Eurovision.
Queere Befreiung kann nicht auf den Trümmern kolonisierter Menschen aufgebaut werden. Jede trans- oder queerpolitische Haltung, die sich nicht mit israelischem Siedlerkolonialismus auseinandersetzt, ist lediglich ein weiterer Arm des Empire.
Queere Palästinenser:innen existieren und leisten Widerstand – wie sie es schon immer getan haben. Als queere Kollektive aus Palästina und der ganzen Welt lehnen wir die Instrumentalisierung unserer Identitäten ab und verpflichten uns zu einem Befreiungskampf, der die Kolonisierten in den Mittelpunkt stellt, nicht die Kolonisatoren. Es kann keine queere und trans Befreiung ohne Freiheit, Gerechtigkeit und Dekolonisierung für die Palästinenser:innen geben.
Im Jahr 2025 erklärten Tausende Filmschaffende, Musiker:innen und andere Kulturschaffende öffentlich, dass sie sich weigern, Israels Völkermord an den Palästinenser:innen künstlerisch zu beschönigen. Tausende Künstler:innen und Hunderte queere und trans Organisationen hatten bereits zuvor den Ausschluss des Apartheidstaates Israel vom Eurovision Song Contest gefordert. Journalist:innen und Moderator:innen haben die Zusammenarbeit mit Eurovision verweigert, und viele Public-Viewing-Veranstaltungen wurden abgesagt.
Ein kultureller Boykott ist eine dekoloniale Verweigerung – ein Entzug der Zustimmung zu einem rassistischen Spektakel, das den Tod von Palästinenser*innen zum Hintergrundrauschen europäischer Unterhaltung macht.
Den Eurovision Song Contest zu boykottieren bedeutet, die Normalisierung von Israels Massenmord an den Palästinenser:innen zu verweigern. Es kann keine Feier der Vielfalt auf einer Bühne geben, die auf palästinensischen Gräbern errichtet ist.
Mit strategischem, zunehmendem Druck können wir die EBU dazu bringen, Israel vom Eurovision Song Contest auszuschließen. Dekolonisierung erfordert, dass wir jede Plattform abbauen, die Siedlergewalt normalisiert – und Eurovision ist keine Ausnahme.
BIS ISRAEL VOM EUROVISION SONG CONTEST AUSGESCHLOSSEN WIRD, FORDERN WIR:
- Den Rückzug nationaler Rundfunkanstalten von Eurovision
- Eine Verweigerung der Teilnahme von Eurovision-Teilnehmer:innen
- Die Absage von Eurovision-Screening-Partys von lokalen Veranstalter:innen
- Eine Teilnahme am Eurovision-Boykott von LGBTQIA+-Organisationen weltweit

